Stille Täler
               

In der Rauminstallation Stille Täler wurde das Café des Kunsthauses von Wiesbaden mit Erde (Kompost) aufgeschüttet. Die Installation war nur von Außen, durch die Fenster des Hofes einsehbar. Auf Höhe der Fensterunterkante war eine schmale Ebene von rund 80 cm die am Rand steil bis zur Raumdecke anstieg. Die Zugänge zum Café waren noch erkennbar. In der Ebene war ein 20 cm breiter Streifen Weizen ausgesät. Dieser wurde bewässert und begann bei Ausstellungseröffnung zu keimen. Über den Zeitraum von 3 Wochen wuchs der Weizen heran und bildet eine üppig grünen Streifen. Der Zugang zum Hof war jederzeit möglich.
Es fanden im Hof während Ausstellungszeit der drei von mir inszenierte philosophische Veranstaltungen statt.

        Gedanken:
Es ging hierbei um eine Intervention eines Ortes. Das konsequente Besetzen eines für die Kunst bestimmten Ortes, das Publikums wurde ins Freie auslagert. Es entstand eine Schaufensteratmosphäre oder die eines botanischen Schauraumes. Die Installation war durch den wachsenden Weizen im Prozeß einer täglich Veränderung. Das farblich stark kontrastierende Grün des Weizen mit den dunklen Braun des Kompostes war eine sehr malerische Inszenierung. Es war eine besondere Art der Rezeption, dass der Betrachter sich selbst den Zeitpunkt seines Besuches auswählen konnte und den nicht beeinflussbaren Prozess eines Wachstums von Außen wahrnehmen konnte.
      Weizen nach  12 Tagen Stille Täler     >> back   >> home      
        Ansicht vom Hof               Dieser Blick war dem Besucher nicht möglich Die Eingangstür